Historisches
 

Historisches über den Sappeur (Zipör).

 Sappeure...

...marschieren bei allen uns bekannten Schützenregimentern stets an der Spitze, nicht nur aus Tradition, sondern aus überlieferter Geschichte. Sappeure, auch Sappers, Mineure oder Pioniere wurden in vergangener Zeit jene Soldaten genannt, welche die ,,Sappen", Lauf- und Verbindungs- gräben für befestigte Stellungen, anlegten. Ferner waren sie zuständig für den Lager/Biwakbau, dem Fällen von Bäumen, Beseitigung von Hindernissen, Errichten von Schanz- pfählen, schlichtum ,,sie machten den Weg frei" für die nachfolgende Infanterie. Deshalb marschierten sie auch stets an der Spitze der Truppe, hierbei trugen sie ihr Spezialgerät, eine langstielige Zimmermannsaxt geschultert. Zur normalen Bewaffnung zählte eine Muskete und der schwere Säbel.

Erkennbar waren sie schon von weitem an ihrem rot/weißem Feder- schmuck, dem ,,Pützer". Früher war dieser aus Büffelhaar, ist jedoch heute aus Kunstfasern hergestellt. Die Chargierten tragen die ,,Bärenmütze" mit weißem Haarbusch, für die Bärenmütze wird heute ebenfalls Imitat verwandt. An dieser, dem Tschako ist links der rote Flügel angebracht, vorne das Zeichen der Sappeure - 2 gekreuzte Äxte - sowie die weiße Fangschnur.

Diese war in der Vergangenheit je nach Regiment von unterschiedlicher Farbe. Die weiße Fangschnur zeichnet den Sappeur als Mitglied des 1. Garderegimentes Napoleons aus, womit auch der Ursprung der Uniform, aus der französischen Ära stammend, festgelegt ist. Die Farbe des Uniformrocks der Sappeure ist blau, hierauf wird ein weißes Koppel getragen, die Hose ist weiß, gekrönt wird alles durch eine Schürze aus weißem Leder.  Hiermit war der Sappeur in früherer Zeit vor Strauch und Buschwerk geschützt.

Die Axt ist heute ein unge- fährliches Instrument aus ver- chromtem Weißblech. Die Pionier-Kompanie der Garde Napoleons umfasste im Jahre 1813 250 Mann. Diese wurden zu Paraden immer mit 16 Mann an die Spitze der Infanterie / Grenadier-Kompanien gestellt.

Die französische Bezeichnung Sappeur sagt nicht aus, dass es sich ausschließlich um einen Truppenteil der französischen Armee handelt, Sappeure gab es in allen bekannten Armeen, selbst in den Hansestädten kleinerer Länder. in der Kaisergarde, die von Napoleon 1804 ins Leben gerufen wurde, erscheinen die Sappeure als ,,Pupillen der Garde".
Wer hier eintreten wollte musste Unteroffizier oder Soldat in der Leichten- oder Linien-Infanterie sein, 5 Fuß 5 Zoll (1,76m) groß sein, fünf Jahre gedient und sich moralisch wie militärisch ausgezeichnet haben. In die Garde einzutreten war eine große Ehre, aber es wurde nicht jeder genommen.

Heimat, Sitte, Tradition sind das Leitbild der Sappeure und stehen stets im Vordergrund. Die Sollstärke ist nach oben hin nicht festgelegt, Größe und Alter spielen für eine Mitgliedschaft keine Rolle, entscheidend ist die charakterliche Eigenschaft

 
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